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[In 11 Tagen durch den Westen...]
[Las Vegas]
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Lake Powell - Las Vegas
Wieder festen Boden unter den Füssen, die Zivilisation hatte uns
wieder, hiess es zurück auf die Strasse. Die nächste Destination erwartete
uns (eher unser Geld) schon sehnlichst.
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Vom Himmel in die Hölle: Las Vegas, die Stadt der Gestrandeten, die
Spielerstadt mitten in der Wüste von Nevada musste noch vor Tagesende
erreicht werden.
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Durch den Zion-Nationalpark verliessen die Rämlers die einzigartige
Gegend des Lake Powells und kamen der Hölle Meile für Meile näher. Die
Landschaft wurde karger, die Temperaturen stiegen ins Unermessliche. Die
Strasse geradeaus, karge Landschaften links und rechts, über dem Asphalt
ein leichtes Flimmern: die Wüste hatte uns.
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Es dunkelte bereits ein und plötzlich erhob sich da diese Stadt, wie
eine Fatamorgana, aus dem Nichts. Die riesigen Leuchtreklamen, die überdimensionalen
Gebäude mitten in der Wüste: Las Vegas. Der Sündenpfuhl des Westens,
die Stadt der Gewinner und Verlierer.
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Die nächste Destination sollte für die Rämlers ein harter
Prüfstein werden - zwei Tage in der Metropole die Tag und Nacht blinkt,
surrt, klingelt und rumort und nur das eine von dir will: dein Geld...
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Das Hotel sollte ja verlockend heissen: Golden Nuggets. Die Eingangshalle
übertraf alle Erwartungen: es funkelte und glitzerte wie wild. Wie verzaubert
von all dem oberflächlichem Glanz wurden als erstes die Zimmer bezogen
und man machte sich für den ersten Abend bereit. Das Geld wurde vorsichtig
gezählt und der eine oder andere sprach von Budget und maximalem Einsatz.
Das Spielfieber hatte bereits seine ersten Opfer gefunden. Doch nach
der langen Fahrt schienen alle Müde zu sein... Nicht alle.
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Selbstverständlich gab es einige Hartgesottene die eine
weitere Nacht zum Tag machten: die Verlockung war auch zu gross. An
jeder Ecke ein Bandit, ein Tisch, die Chance aufs grosse Geld lag in
der Luft. Und so kam es, dass einige bei Tageseinbruch noch immer im
Hotelcasino anzutreffen waren.
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Las Vegas ist die Stadt der Duplikate. Der nächste Tag war nicht organisiert
und so ging jeder Rämler, in kleinen Gruppen oder alleine, los um die
Stadt zu erkunden. Wenn es etwas auf dieser Welt nicht gibt, dann kriegt
man das sicher in Las Vegas. Es ist keine Schöne Stadt, doch mag sie
zu faszinieren. All die Hotels wie Cheops Pyramide, Venezia, Mirage
und wie sie alle heissen mögen, die überdimensionalen Casinos wie das
Tower, die Leuchtreklamen und selbstverständlich die Shows sind eine
Welt für sich.
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Nicht alle Rämlers waren begeistert, doch beeindruckt
schien jeder einzelne zu sein. Vom Spielen waren die einen viel mehr
beeindruckt.
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So war es nicht verwunderlich, dass auch in der zweiten Nacht einige
das Hotelzimmer nur zum Duschen brauchten. Im Hotelcasino stiess man
bis spät in den morgen hinein auf bekannte Gesichter.
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Es gab glücklichere Gewinner, die die einarmigen Banditen
richtiggehen aussaugten und andere, die bis zum morgen durchspielten
und nichts mehr im Sack hatten. Spass hatten sie alle, auch wenn der
Weg zum grossen Geld halt doch nicht so einfach ist wie es scheint.
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[On the Road]
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